Über 100'000 Menschen im Kanton Zürich sind von Armut betroffen. Auf der Strasse zeigt sich das kaum; die finanzielle Notlage wird aus Scham so privat gehalten wie nur möglich.
Doch wenn jeder zehnte unter uns arm ist, dann geht uns das alle etwas an – als Gesellschaft, deren Stärke sich am Wohl der Schwachen misst, so wie es in der Präambel unserer Verfassung geschrieben steht.
Und diese Schwachen sind weniger schwach, wenn wir sie wahrnehmen und als unsere Mitmenschen respektieren. Wenn wir dazu stehen: Wir sind arm.


